Geboren wurde ich im Jahr 1967 in Münster Westfalen, dem Tor zu Norddeutschland.  Die ersten 6 Jahre meines Lebens verbrachte im beschaulichen Dorf Everswinkel, im  Kreiswarendorf, ca. 20 km von Münster entfernt.  Musik spielte schon von Anfang an, zumindest seit ich denken kann, eine sehr große  Rolle in meinem Leben. Mein Vater spielte Gitarre, meine sang und Großmutter spielte  die Mundharmonika. Und auch ich versuchte mich immer wieder im Singen, auch wenn  die Töne nicht immer die richtigen waren.  1973 zogen wir nach Essen ins Ruhrgebiet, aufgrund eines Jobwechsels und der  Trennung meiner Eltern. 1974 wurde ich eingeschult in der Theodor-Heuss-Grundschule  in Essen-Bergerhausen, wo ich auch gleich von Anfang in den Genuss von  Musikunterricht kam.   Es machte Spaß, all die Instrumente zwar auszuprobieren, und hatte auch Flöte gelernt,  dennoch hielt der Spaß sich mehr beim Singen auf.  Das erste Mal, wo ich mit einem Tasteninstrument intensiver in Berührung kam, war als  plötzlich ein kleines Keyboard 1979 im Wohnzimmer stand und ich nicht widerstehen  konnte, dieses einzuschalten und ein paar holprige Töne zu spielen. Ich erkannte, dass  sich damit Melodien spielen ließen, und so kam es, dass ich nach kurzer Zeit die ersten  kleinen Melodien nach Gehör spielte. Akkorde kannte ich zwar nicht, aber intuitiv griff ich  welche, ohne zu wissen, was das eigentlich ist. Dennoch erkannt ich, dass diese  harmonisch waren.  Also ich im selben Jahr bei meinem Cousin in Everswinkel war, stand eine Heimorgel im  Wohnzimmer und er spielte darauf. Ich war fasziniert von dem Spiel und habe mich  dann auch mal selbst an das Instrument gesetzt. 2 Manuale und Pedale für die Bässe.   Ich war so begeistert, dass ich das auch können wollte. Meine Mutter war Anfangs nicht  so sehr erfreut darüber, dass ich auch eine Orgel haben wollte. Die Kosten waren halt  sehr hoch für so ein Instrument. Dennoch stand eines Tages in meinem Zimmer eine  Orgel, und mit dem Instrument auch die Anmeldung zum Unterricht in einem kleinen  Musikgeschäft in der Essener Innenstadt.  So kam es, dass ich nicht nur das Spiel auf dem Instrument erlernte, sondern dass ich  auch in der Musiktheorie geschult wurde. Ich lernte das Notenlesen, was Intervalle sind  und auch die Fachsprache. Das war eigentlich alles schön und gut und dennoch merkte  ich, dass mich die Noten in meiner Fantasie einschränkten. So beschloss 2 Jahre später  mit Unterricht aufzuhören und den Rest mir selbst anzueignen.   1984 kam ich an die Gitarre. Anfangs ein für mich recht langweiliges Instrument (es  hatte ja keine Knöpfe und Register), bemerkte ich doch recht bald, dass dieses  Instrument recht praktisch ist. Man kann sie überall mit hinnehmen, ist relativ einfach zu  bedienen. Also legte ich meinen Fokus auf dieses Instrument, welches zu der Zeit noch  an zweiter Stelle stand.   Einfaches Strumming (schlagen), ein paar Akkorde und mein erster Song. „House Of  The Rising Sun“. Je mehr Akkorde ich konnte, umso größer wurde auch meine  Sammlung an Texten. Dieses war die Zeit, in der die Gitarre immer mehr in den  Vordergrund vorstieß und die Taste nach hinten drückte.  Ich lernte picken (zupfen), verbesserte mein Strumming und mein Rhythmusgefühl am  Instrument wurde immer besser. 1985 hatte ich dann meinen ersten öffentlichen Auftritt  an meiner Schule. Nun war die Gitarre ganz in meinem Besitz und sie besaß mich.  Über die Jahre habe ich mich nur noch diesem Instrument gewidmet, aber die Taste nie  aus den Augen verloren. Mit der Musik und der mitgehenden Neugierde versuchte ich  auch andere Instrumente. So kam ich ans Schlagzeug, an den E-Bass, Mundharmonika  und Percussion. Natürlich darf ich den Gesang nicht vergessen.  Den Gesang konnte ich damals in einen Chor weiter ausbauen, wo ich auch Bassist  war.  Auch als Straßenmusiker war ich eine Weile unterwegs und konnte so neue Eindrücke  sammeln, und mich gleichzeitig weiterentwickeln. Ich lernte einiges von „Kollegen“ und  habe mir vieles abgeschaut, was ich heute noch anwende.  In den 1990er Jahren begann ich dann selbst Gitarre zu unterrichten für Anfänger,  bereits mit dem Spruch: Mit Spaß und guter Laune.  Neben dem damaligen Arbeitsleben als Logistiker, gab ich Unterricht und spielte so oft  es geht mit Freunden oder auch mal alleine. Dabei entstanden bereits erste Aufnahmen  auf einfachste Art und Weise.  Ich schrieb eigene Lieder, das erste bereits 1982 mit 14, mischte bei der  Friedensbewegung mit und war auf einen Weg, welcher mit Musik belegt war. Immer  neue Richtungen interessierten mich, bis ich endgültig dem Picken verfallen war.  Dieses hat sich bis heute nicht geändert. Verschiedene öffentliche Auftritte umgarnten  meine Erfahrungen, so dass auch heute eine Bühne für mich kein Fremdkörper ist.  Intensiv unterrichte ich seit 2005 und seit 2007 auch mit pädagogisch-therapeutischen  Hintergrund. Seit 2016 mache ich eine Fortbildung zum Integraltherapeutischen  Musikpädagogen in Berlin, wo ich auch heute mit meiner Partnerin lebe.